Eschwege. Es gibt Punkteteilungen, die sich fast wie eine Niederlage anfühlen. Eine solche erlebten die Vellmarer Verbandsliga-Fußballer gegen den SV Eschwege. Denn gegen den mit Hingabe kämpfenden Aufsteiger musste sich die OSC-Reserve trotz 3:1-Führung noch mit einem 3:3 (3:1)-Unentschieden begnügen.
Die Gastgeber hatten durch einen Schuss von Benjamin Mielenhausen (2.) und einen von Christopher Minne (4.) die ersten Chancen. Von den Gästen war zunächst nichts zu sehen. Erst nach einer Viertelstunde tauchte die Elf von Rainer Rethemeier erstmals gefährlich vor dem SVE-Tor auf. Nach einer Eingabe von Marcel Mand verpasste Karim Kouay freistehend.
Nachdem Mielenhausen scheiterte (18.), ging der OSC in Führung: Eine Ecke lenkte Kevin Hermansa ins Tor (26.). Nur vier Minuten später traf Hermansa erneut nach einer Ecke. Die Gastgeber monierten dabei Foul an Torhüter Danny Göhler.
Die Chance zum Anschluss verpasste kurz darauf Daniel Wagner, der allein vor OSC-Torwart Swen Meier auftauchte, den Ball aber am Tor vorbei-setzte. Wenig später verkürzte Jan Kaufmann (40.). Doch Marco Heussner nahm kurz vor der Pause freistehend Maß und sorgte mit freundlicher Unterstützung von Danny Göhler für die erneute Zwei-Tore-Führung (45.).
Eschwege kann jedoch stark aus der Kabine. Zunächst besorgte Alexander Bazzone das 2:3 (55.). Mielenhausen glich mit seinem 19. Treffer aus (75.). Nach einer Ecke hatte der OSC noch Glück, denn Bazzone scheiterte knapp (88.) (red)

Bildergalerie Vellmar. Der Werfer und der Winker: Zwei Vellmarer Hessenliga-Fußballer standen im Mittelpunkt beim 3:0 (2:0)-Heimsieg der U 23 des OSC in der Verbandsliga gegen Gilsa/Jesberg/Waltersbrück. Christian Wollenhaupt, der nach am Vortag abgesessener Rotsperre am Sonntag wieder spielberechtigt war, bereitete die Führung mit einem langen Einwurf vor (4.), und Dennis Schanze half als Assistent an der Linie 35 Minuten Schiedsrichter Markus Finke aus, dessen eigentlicher Assistent nach einem Muskelfaserriss nicht mehr laufen konnte.
„Das war der Klassenerhalt", freute sich nach Abpfiff OSC-Trainer Rainer Rethemeier, dessen Team nach derzeitigem Stand bei noch vier ausstehenden Partien 13 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. „Wir hatten die Gäste gut im Griff, haben fast nichts zugelassen."
Besonders gefiel Rethemeier, wie der OSC das 2:0 herausgespielt hatte. Nach einem SG-Einwurf vor dem Vellmarer Tor erkämpfte sich Marco Heussner den Ball, und mit jeweils einem Kontakt von Henrik Rethemeier und Wollenhaupt landete der Ball bei Ju Sung Kwon, der Gaste-Torwart Dennis Knauff keine Chance ließ (34.). Zwei Minuten später ein fast identischer Konter, nachdem Niklas Müller im OSC-Strafraum über den Ball geschlagen hatte. Doch Jannik Schinzel nach Zuspiel von Karim Kouay scheiterte an Knauff, und im Nachschuss trat er den Ball über das Tor.
Schon Vellmars Führung war sehenswert. Fünf Meter von der rechten Eckfahne entfernt gab es Einwurf. Wollenhaupts Eingabe zischte mit Effet zum Tor über Knauff hinweg, am zweiten Pfosten nickte Matthias Hartwig ein (4.). „In der Kabine hatten wir noch vor Wollenhaupts langen Einwürfen gewarnt!", ärgerte sich SG-Trainer Harald Hauer über den „Torwart-Fehler" und über das Kontertor. Bereits beim 1:4 in Eschwege vor einer Woche war der Aufsteiger ausgekontert worden.
Gilsa/Jesberg/Waltersbrück kam nur einmal gefährlich vor das OSC-Tor. Nach Flanke von Frank Schultz war Müller aus kurzer Distanz mit der Picke zur Stelle, doch Swen Meier im Vellmarer Tor parierte reaktionsschnell (49.). Auf der Gegenseite sorgte dann der eingewechselte Jubin Ansari aus 20 Metern mit einem Drehschuss für das 3:0 und die endgültige Entscheidung (82.).
Von Sebastian A. Reichert
Grebenstein. Nach drei Niederlagen mit einem Tor Differenz hatte Fußball-Verbandsligist TuSpo Grebenstein das Glück einmal auf seiner Seite. Durch ein Tor von Sascha Fuchs in der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang noch der umjubelte 2:2 (1:0)-Endstand. Den Punkt hatte sich der TuSpo dabei vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit redlich verdient.
So zeigte sich TuSpo-Trainer Karl-Heinz Wolf nicht nur über den Punktgewinn, sondern auch über die Leistung seiner Elf erfreut: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und auch nach dem Rückstand nie aufgegeben."
Sein Kollege, der frühere TuSpo-Torjäger Rainer Rethemeier, sprach nach dem Spiel von einem gerechten Ergebnis: „Das 2:2 geht in Ordnung. Grebenstein war in der ersten Hälfte viel bissiger als wir." Bereits in der ersten Minute hätte Jan Möller die Gastgeber in Führung bringen können, er schoss jedoch Gästetorhüter Patrick Deppe aus fünf Metern an.
Der TuSpo spielte sehr engagiert und ließ auch den Ball gut laufen. Dadurch wurde Vellmar in die Defensive gerückt und kam in der ersten Hälfte nur zu einer halben Chance. Im Gegenzug schoss Fuchs über das Gästetor (28.).
Als Rauli Saalfeld auf der rechten Strafraumseite von Deppe zu Fall gebracht wurde, zeigte der gute Schiedsrichter Andreas Börner auf den Elfmeterpunkt.
Torjäger Falk Möller ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur hochverdienten 1:0-Pausenführung (40.). Nach der Pause kam die OSC-Reserve stärker aus der Kabine. Der starke Angreifer Ji Sung Kwon hatte auch gleich die erste gute Chance (47.).
In der 65. Minute verfehlte Falk Möller nur ganz knapp die lange Ecke. So kam, was kommen musste, denn statt des möglichen 2:0 köpfte Kwon im Gegenzug nach einer Ecke das 1:1 (66.). Sechs Minuten später brachte erneut Kwon die Gäste mit einem Volleyschuss nach starker Vorarbeit von Schinzel mit 2:1 in Führung.
Der TuSpo gab aber nicht auf, warf noch einmal alles nach vorne. Nachdem Deppe einen Distanzschuss von Manuel Frey abprallen ließ, flankte Hannes Drube auf den langen Pfosten, wo Fuchs das 2:2 köpfte.
Von Michael Wepler
Vellmar. Zufriedene Gesichter in Vellmar: Die Verbandsliga-Fußballer des OSC Vellmar II hatten soeben ein 3:3 (2:2-)Unentschieden gegen den SV Steinbach erkämpft.
Dabei erwischte Steinbach einen Start nach Maß: SV-Stürmer Bertram Leibach schoss aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein (6.). Der OSC wirkte überrumpelt und hatte Glück, dass erneut Leibach und Münkel weitere Großchancen vergaben (9. und 12.). Im Anschluss daran kam der Gastgeber jedoch besser in die Partie und belohnte sich: Karim Kouay passte nach schönem Solo auf Benjamin Musick, der aus der Drehung traf (31.). Doch die Freude währte nur kurz, Steinbachs Laibach stellte per Sonntagsschuss den alten Abstand wieder her (37.). Der OSC aber bewies Moral und glich durch Angreifer Ji Sung Kwon postwendend wieder aus - 2:2 (40.).
In der Kabine schien Vellmars Trainer Rainer Rethemeier die richtigen Worte gefunden zu haben, jedenfalls schloss erneut Kwon einen hervorragenden Konter direkt nach Wiederanpfiff zur 3:2-Führung ab (46.). Aber auch dabei blieb es nicht, Steinbachs Fladung stellte den unterm Strich verdienten 3:3-Endstand her (57.).
„Wir können mit dem Punkt gut leben", freute sich OSC-Trainer Rethemeier und lobte seine Mannen für den couragierten Auftritt nach dem „verschlafenen Beginn".
OSC: Deppe - Siebert (82. Rethemeier), Hartwig, Thüne, Hermansa - Musick, Kouay (72. Lee) - Mand, Schinzel, Hajzeraj - Kwon.
Steinbach: Motzkus - Becker, Trabert, Wiegand, Bott - Neidhardt, Fladung, Krimmel, Terentew (52. Möller) - Laibach, Münkel (83. Müller).
Schiedsrichter: Ide (Frielendorf)
Zuschauer: 70. Tore: 0:1 Laibach (6.), 1:1 Musick (31.), 1:2 Laibach (37.), 2:2 Kwon (40.), 3:2 Kwon (46.), 3:3 Fladung (57.).
Von Deniz Dereli