OSC zeichnete beim Ehrungsabend treue und verdiente Mitglieder aus. „Ehrenamt braucht mehr Lust als Frust


Für 25-jährige Vereinstreue wurden Matthias Hartwig, Horst Reimschüssel, Karin Jordan, Udo Radke, Marianne Münch, Manfred Vornehm, Arno Hastenflug sowie Giesela und Fritz Becher mit der bronzenen Treuenadel geehrt.
Foto: WB
Es ist üblich, dass der Vorstand des Obervellmarer-Sport-Clubs einmal im Jahr seine langjährigen und verdienten Mitglieder ehrt. Das geschieht in einem würdevollen Rahmen jeweils Anfang Oktober. Eine Aktion, die zum einen die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder, aber auch die oft langjährige Vereinstreue in der Vereinsgemeinschaft würdigen soll.
„In einem Umfeld zunehmender Globalisierung, verbunden mit nahezu unbegrenzter Mobilität, einem immer anonymer werdenden Leben und einer ausgeprägten Ich-Bezogenheit sind die Vereine unserer Struktur unersetzliche und solide Bausteine des Gemeinwohls. Wenn sich die Zeiten und die Rahmenbedingungen ändern, wollen wir Orientierungspunkt für jedermann sein", sagte Vereinsvorsitzender Roland Tölle zu Beginn der Feierstunde.

Auf Wahlkampfplakaten sei zu lesen, dass das Ehrenamt unersetzlich wäre. „Warum wird die Arbeit der in Ehrenämtern engagierten Menschen dann durch ständig neue Auflagen und Gesetze erschwert", fragte Tölle. Als Beispiel nannte er den Datenschutz, der als bürokratisches Monster die Vereine belaste.

„Um das Ehrenamt auf Dauer attraktiv und leistbar zu machen, brauchen wir den Abbau von Bürokratie und steuerliche Anreize für gemeinnützig tätige Vereinsarbeit", forderte Tölle die Politiker auf. Gefragt sei wieder mehr Lust als Frust, sonst bleibe das Ehrenamt auf der Strecke. Zusätzlich führten der Umbau unserer Gesellschaft zu starken Veränderungen in der Zusammensetzung unserer Bevölkerung. Begriffe wie Loyalität, Einsatzbereitschaft, Fleiß, Verantwortungsbewusstsein gegenüber sich, aber auch anderen, hätten deutlich an Attraktivität eingebüßt.
Viele Menschen fragten sich auch wohin wird sich unsere Zivilisation entwickeln?
Es wird wichtig sein, wenn wir unsere abendländische Kultur und unsere Freiheit in allen Lebensbereichen, ob Religion oder demokratisches Gemeinwesen erhalten wollen, sich an traditionelle Werte zu erinnern, um unsere Identität nicht zu verlieren.
Nationale Identität ist kein Nationalismus, sondern der Versuch unsere freiheitliche Gesellschaft zu verteidigen.
Es ist wichtig allen zu uns kommenden Menschen zu vermitteln, dass man nicht nur den westlichen Lebensstandart annehmen kann,ohne die damit verbundenen kulturellen Einstellungen zu leben oder wenigsten zu respektieren, die diesen Lebensstandart erst ermöglicht haben.

 

Vereinsvorsitzender Roland Tölle (von links) Heike König, Marcus Engel und Sandra König
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Gute Beispiele für ehrenamtliches Engagement gab es dann, als die Arbeit verdienter Mitglieder gewürdigt wurde. Für ihre langjährigen Tätigkeiten in den verschiedensten Abteilungen erhielten Sandra König, Heike König und Marcus Engel die silberne Verdienstnadel.

 

 

 


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Bernd Giese und Hartwig Bolz zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

 

 

 

 

Für 25-jährige Vereinszugehörigkeit wurden Giesela und Fritz Becher, Matthias Hartwig, Arno Hastenpflug, Karin Jordan, Marianne Münch, Udo Radke, Horst Reimschüssel und Manfred Vornehm mit der bronzenen Treuenadel geehrt.


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Treuenadeln in Silber gab es für Marianne Pult, Achim Quitter, Rosemarie Rettig und Rainer Vollgraff für 40-jährige Vereinstreue.

 

 

 

 

 


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Roswitha Stern erhielt für 50-jährige Mitgliedschaft die goldene Treuenadel, während Günter Dräbing für seine 60-jährige Mitgliedschaft die Sportmedaille in Bronze bekam.

Werner Brandau

 

Veröffentlicht: 15.10.2018



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Datum des Ausdrucks: 19.11.2018