OSC Vellmar trainiert DRK Rettungssanitäter


Einsatz mit Hindernissen.
Foto: WB
Sie kommen, um zu helfen und werden dabei selbst zu Opfern. Denn Rettungskräfte wie Sanitäter sind - wie Kollegen von der Polizei - immer häufiger körperlichen Angriffen ausgesetzt. Immer wieder werden sie behindert, beleidigt und gar körperlich angegriffen.
Zehn Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ortsverein Vellmar, machen ihren Job schon seit einigen Jahren. Jetzt nahmen sie zum ersten Mal an einem Selbstverteidigungskursteil. „„Es kommt immer häufiger vor, dass Rettungskräfte im Einsatz belästigt, behindert oder gar angegriffen werden", erklärt DRK- Bereitschaftsleiter Sascha Reetz. „Wir sind zwar noch nie in solch prekäre Situationen gekommen, wollen aber gewappnet sein".

OSC-Trainer Erich Figge, - zertifizierten Übungsleiter für Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Zivilcourage zeigte effektive Handlungen, um sich vor Angriffen schützen zu können. in die Geheimnisse der Sportart einweihen zu lassen, mit denen sie sich im Bedarfsfalle effektiv schützen können.

Training zum Selbstschutz,
Training zum Selbstschutz.
Foto: WB

Nancy Pommerening tut sich schwer, sich energisch gegen einen Angreifer zu wehren. Jedenfalls hatte die 26-Jährige Sanitäterin Hemmungen einen Menschen so zu treten, um ihn als Gegner abzuwehren. Doch Figge hat die Erfahrung, wie solche Hemmungen abgebaut werden. Immer wieder fordert er die 26-Jährige auf, gegen sein Schienbein zu treten und es wirkt.
Figge hat schon vielen Kursteilnehmern beigebracht, wie man mit potentiellen Tätern umgehen muss. Es sei wichtig, selbstbewusst und zielführend zu handeln, rät er.
Ein Angreifer muss von der Gegenwehr überrascht sein, bestätigt Figge und übt immer wieder Befreiungsgriffe mit den Kursteilnehmern. Dabei spielen sogenannte Nervendruckpunkte eine bedeutende Rolle. Mit ihnen kann man bei richtiger Anwendung jeden Täter zu Boden schicken. Leise, fast flüsternd gibt der erfahrene Trainer mit dem 4. Dan im Judo Anweisungen und weist immer wieder darauf hin, dass man sich ohne große Kraftanstrengung von der Umklammerung eines Gegners befreien kann.
Für Timo Kördel könnte eine solche Schulung öfters stattfinden sollte, meint der 22-Jährige. „Mir hat der Kurs sehr viel gebracht, auch wenn wir jede Menge Spaß dabei hatten. Solche Kurse helfen im Einsatz. Es sollte nicht soweit kommen, dass wir nur noch mit Schutzwesten zu einem Rettungseinsatz fahren können".

Von Werner Brandau

Veröffentlicht: 19.06.2018



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Datum des Ausdrucks: 21.10.2018