Werner Brandau (70) gewinnt bei Hessischen Meisterschaften im Gewichtheben der Masters in Pfungstadt


Heinrich Barth, (von links) Trainer und Betreuer Erich Figge sowie Werner Brandau.
Foto: WB
Handtellergroße Hände reiben Gewichtheber Werner Brandau kurz vor dem Wettkampf mit Pferdesalbe ein. Dann folgt ein kräftiger Schlag auf beide Schulterblätter des 70-Jährigen. „Das soll wachmachen und Adrenalin ausstoßen". Dann tritt er vor das Publikum in den Räumen des Vereins FTG Pfungstadt. Dort wird Brandau im Laufe des Wettkampfs Hessischer Meister der Masters in seiner Altersklasse.

Los geht es mit der Disziplin Reißen. Innerhalb von einer Minute muss der Athlet ein 40 Kilogramm schweres Gewicht in einer fließenden Bewegung bis über den Kopf stemmen. Kein Problem für Brandau, der erst mit 69 Jahren zum Gewichtheben kam. Aufmerksam auf den Kraftsport wurde er bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den OSC Vellmar. „Ich sollte eine Chronik zum 125-jährigen Vereinsjubiläum schreien, habe dabei alle Abteilungen kennengelernt und bin bei den Gewichthebern hängen geblieben", erzählt er. Er habe nicht gedacht, dass er ein Schwerathlet werden würde und nun stemmt er im zweiten Versuch 43 Kilogramm. „Den Dritten habe ich in den Sand gesetzt", sagt der Sportler, der während des Wettkampfs vier Kilogramm weniger hebt, als im Training. An diesem Tag erreicht Brandau 94 Kilogramm im Zweikampf. Dafür trainiert er dreimal in der Woche bei der Gewichtheber-Abteilung des OSAC Vellmar.

Werner Brandau
Werner Brandau
Foto: WB




Seinen Erfolg verdankt er seinem Trainer: „Ohne Erich Figge wäre das alles nicht machbar gewesen." Der 73-jährige Trainer sei ein Ausnahmeathlet, der alles gewonnen habe - sogar Olympiasieger der Masters war und Brandau, der als junger Mann turnte, im Einzeltraining die richtige Technik fürs Gewichtheben vermittelt.

 

 

 

 

 

Heinrich Barth
Heinrich Barth
Foto: WB

Figge hat auch den 59-Jährigen Heinrich Barth aus Fuldatal zum Erfolg geführt, der in seiner Altersklasse ebenfalls Hessenmeister der Masters wurde. Im kommenden Frühjahr haben die beiden Schwerathleten aus Vellmar dann die Zulassung bei den Deutschen Meisterschaften anzutreten. Sollten sie auf den Punkt genau fit sein, werden sie sich mit den Stärksten der Bundesrepublik messen. Quelle HNA (Alia Shuhaiber)





 


 

Veröffentlicht: 09.10.2017



drucken   versenden


 


© OSC Vellmar | www.osc-vellmar.de
Datum des Ausdrucks: 13.12.2017