Hand oder nicht - Umstrittenes Hünfelder Siegtor fällt in der 88. Minute

Spätes Pech für OSC-Reserve

OSC Vellmar II Verbandsliga 2011/12
Thomas Müller
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Sorgte für den Ausgleich: Thomas Müller Archivfoto: Andreas Fischer

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OSC Vellmar U 23 - SV Hünfeld 1:2 (0:1)

Vellmar. Ob Dominik Weber den Ball in der 88. Minute nun mit der Hand, dem Bauch oder womit auch immer aus Nahdistanz über die Torlinie gedrückt hatte, wussten nicht einmal die um ihn herum postierten Vellmarer später schlüssig zu sagen. Sicher war, dass Schiedsrichter Winkler aus Bad Arolsen den Treffer anerkannte und die zweite Mannschaft des OSC Vellmar hierdurch dem Hünfelder SV unglücklich, aber verdient, mit 1:2 (0:1) unterlag.

Eine einzige mustergültige Kombination, auf der rechten Seite von Arif Zeki und Karim Kouay initiiert und fast zum 1:0 führend (13.), glückte dem OSC an diesem Tag. Ansonsten herrschte in der Offensive totale Flaute. Spielaufbau fand kaum statt, wenn doch, geriet er fahrig. Zwar wurden die Vellmarer früh zugestellt, doch verloren sie den Ball auch dann, wenn sie einmal nicht bedrängt wurden.

Als gänzlich untaugliches Mittel erwiesen sich auch die aus der Not heraus gespielten langen Bälle auf die zumeist auf sich allein gestellten Angreifer.

Aber auch der Spitzenreiter aus Hünfeld überzeugte nur bedingt. Zwar bewegten sich die Osthessen zumindest in der ersten Halbzeit besser und ließen den Ball laufen, aber eine große Zahl an Torszenen produzierten sie auch nicht. Wobei es dem OSC entgegenkam, dass mit Cino Schwab, der aus dem Mittelfeld heraus für Schwung sorgte und Zug zum Tor bewies, der effektivste Gäste-Akteur nach 39 Minuten mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld musste.

Dennoch brachten die Hünfelder das gegnerische Tor hin und wieder in Gefahr, nicht zuletzt bei Pfostentreffern von Schwab (19.) und Sebastian Gensler (61.). Ihre beiden Tore freilich fielen nach Ecken. Beim 1:0 (23.) köpfte Weber und Maurus Klüber verlängerte, und auch besagtes 2:1 kam nach einem Durcheinander infolge einer Ecke zustande.

Weil dazwischen Woojae Shin im Hünfelder Strafraum zu Fall gebracht worden war, kam der OSC zum ersten Strafstoß der Saison. Benjamin Musicks schwachen Schuss hielt Christian Ruck, aber Thomas Müller staubte zum Ausgleich ab (75.) und befeuerte die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Dass daraus dann doch nichts wurde, wurmte Rainer Rethemeier mächtig. „Nach unserem Grottenkick waren wir plötzlich so nah dran. Das ist schlecht für die Moral." Zumal einige der Konkurrenten um den Klassenerhalt punkteten.

Von Wolfgang Bauscher

 

Quelle:

 

 

Veröffentlicht: 29.04.2012



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Datum des Ausdrucks: 20.05.2013